Sonderausstellungen

"Kruzitürken"

Donnerstag, 16. März 2017 , 19.30 Uhr

Ausstellungseröffnung "KRUZITÜRKEN"
FRANZ KAPFER Skulpturale, Fotografie, Videos und Malerei

Eine Ausstellung des Kulturreferates Hartberg

Die Gefahr aus dem Osten, die Bedrohung des christlichen Abendlandes durch die zweimalige Belagerung Wiens durch die Türken in den Jahren 1529 und 1683 sowie die Einfälle der Kuruzzen, die im 18. Jahrhundert Spuren der Verwüstung in unserer Heimat hinterlassen haben, hat sich in unserem kollektiven Gedächtnis eingeprägt. Verfolgt man aufmerksam das heutige Weltgeschehen auf den großen politischen Bühnen, wird man feststellen müssen, dass eine Gefahr aus dem Osten herbeigeredet wird. Das osmanische Feindbildmuster existiert nach wie vor in unseren Köpfen.

Der Künstler Franz Kapfer zeigt in seiner geschichtsorientierten Arbeit die Tradition des Ressentiments gegenüber den nichtchristlichen Völkern aus dem Osten. Ideologische Bildsprachen werden von ihm hinterfragt und demaskiert, wobei er sich zeitgenössischer Stilmittel bedient. Er beschränkt sich nicht auf das Skulpturale, sondern greift auch auf Fotografie, Videos und Malerei zurück. Kapfers Arbeiten sind angesichts der politischen Entwicklung in Europa aktueller denn je.

Dauer der Ausstellung: 17.3. bis 23.4.2017

Fotoausstellung "Grenze" Seiichi Furuya & Manfred Willmann

Veranstaltungsort: Museum Hartberg, Herrengasse 6
Veranstalter:Kulturreferat der Stadtgemeinde Hartberg

Ausstellungseröffnung Donnerstag 4. Mai 19.30 Uhr
Ausstellung im Museum von 5. Mai - 11. Juni 2017
Mittwoch - Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr

Seiichi Furuya
Aus einem Land stammend, das keine künstlich gezogene Staatsgrenze besitzt, konnte sich Seiichi Furuya als gebürtiger Japaner nicht vorstellen, wie sich eine Grenze in der Landschaft physisch äußert. Er suchte auf seiner mehrjährigen Reise durch das Grenzgebiet zum ehemaligen Ostblock Orte und Plätze auf, an denen sich tragische Zwischenfälle ereignet hatten und hörte sich dort nach kleinen persönlichen Geschichten um, um sich so an das Thema „Grenze“ fotografisch heranzutasten.

Manfred Willmann
Über einen Zeitraum von elf Jahren (1981 – 1992) dokumentierte Manfred Willmann als stiller Beobachter fotografisch bei seinem Projekt „Das Land“ die Gegend sowie die Menschen in ihrem Lebens- und Arbeitsumfeld im Mikrokosmos von Kleinwuggitz und Großlieschen (Gemeinde Eibiswald). Es ist gleichsam ein Sprechen über die Dinge, die das Leben wirklich ausmachen: Das Wachsen, das Blühen, die Frucht, die Kälte, die Liebe und der Tod. Das Fotografieren von Natur stellt für Willmann eine Form der „Vergewisserungsarbeit“ dar.

Glaube, Freiheit, Toleranz - 500 Jahre Reformation

Veranstaltungsort: Stadtmuseum Hartberg, Herrengasse 6
Veranstalter: HVH
Ausstellungsdauer: 23.06. - 12.11. 2017
Kurator: Andreas Lehner (HV)

Die Ausstellung stellt sich zur Aufgabe, die historische Reformation in der Region Oststeiermark aufzubereiten und unter Einbindung von vielen Menschen der Region Bezüge zur aktuellen gesellschaftlichen und sozialen Situtation herzustellen, sowie gemeinsam die Frage nach gesellschaftlichem Reformationsbedarf zu stellen.