"CheeseUS": Die Pfarre Hartberg hat nun einen eigenen Käseladen, geführt durch die Familie Wurzinger

Ein Pfarrer läutet die Käseglocken

Abgesegnet: Mit „CheeseUS“ hat die Pfarre Hartberg nun einen eigenen Käseladen – mit gemeinnützigem Hintergrund: Ein Teil des Umsatzes Geld fließt in die Kirchenrenovierung.

Weil mittlerweile auch bäuerliche Produkte schräges Marketing brauchen, um tatsächlich im Einkaufskorb der Konsumenten zu landen, starten die Käseproduzenten Sabine und Ewald Wurzinger aus Fehring nun ein neues Konzept in Sachen Direktvermarktung. Bei „CheeseUS“, so der Name des künftigen Geschäftes, wird es ausschließlich Käsesorten aus eigener Produktion zu kaufen geben – mitunter für den guten Zweck.

 

Käse und Kirche?

Der Deal ist einfach: Die Räumlichkeiten werden von der Pfarre zur Verfügung gestellt. In dem 25 Quadratmeter großen Raum gegenüber der Stadtpfarrkirche kommt eine Käse-Nische samt Registrier-Kassa, Kühlvitrine und Sitzecken für Verkostungen. Als Gegenzug beteiligt die Familie die Pfarre mit einem finanziellen Anteil am Projekt.

Mit der Idee möchten die Fehringer frischen Wind in Kirche und Käserei bringen. Es gebe aber weder einen „Feta unser“, noch eine „Butter Gottes“ versichert die Familie, die sich selbst als sehr katholisch bezeichnet. Von Stadtpfarrer Josef Reisenhofer haben die Wurzingers den Segen für dieses Projekt erhalten. Auch der Wirtschaftsrat der Pfarre hat zugestimmt. Das Geld soll vorerst in die anstehende Innenrenovierung der Hartberger Stadtpfarrkirche fließen. Etwa 900.000 Euro müssen heuer dafür übrigens aufgebracht werden. „Hier zählt jeder Cent und jeder gemeinnützige Gedanke soll hier Platz haben“, so Josef Reisenhofer.

 

Kuhles Marketing

Für mediales Aufsehen hat der Hof bereits 2015 mit seinem Startup „Kuh4You“ gesorgt. Sogar in Australien wurde über die „Mietkuh“ aus der Oststeiermark berichtet. Im neuen Käseladen der Pfarre werden 12 Käsesorten – angedacht ist auch ein Weihrauch-Käse - zu Verkostung und Kauf angeboten.


Geöffnet hat der Laden in den Räumen am Kirchplatz samstags und sonntags von 9-12 Uhr! 

 „Wir denken, auch Jesus Christus hätte über diese Idee zumindest geschmunzelt. Es ist nicht nur eine Marketing-Idee, vielmehr einen Support für die Kirche.“ Ewald Wurzinger

 

Erstellt am 12. April 2021